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Luftballons und Dauerlutscher!

Autor: Alena | Datum: 09 April 2013, 19:29 | Kommentare deaktiviert

Am letzten Schultag brachte Franziska, eine andere deutsche Volontärin für fünf Wochen als Abschiedsgeschenk Luftballons und Dauerlutscher mit. Die folgenden Fotos drücken die Emotionen der Kinder wohl tausend Mal besser aus, als irgendwelche Worte es jemals könnten.

 

 

Teil 2

Autor: Alena | Datum: 09 April 2013, 19:27 | Kommentare deaktiviert

Wenn dann die Glocke klingelt, stürmen alle Schüler aus ihren Klassenräumen, vom Garten oder wo sie gerade sind in den Essensraum, denn das Mittagessen steht auf dem Programm. Alle Kinder mit Behinderungen können selbstständig ohne Hilfe essen, nur die kleinsten der Vorschulklasse (Kinder ohne Behinderungen) brauchen noch etwas Hilfe. Das bedeutet für mich, Essen pusten, Kindern Ugali in den Mund stopfen und mit den anderen Lehrerinnen dafür zu sorgen, dass sie nicht mit dem Essen um sich schmeißen, alles auf dem Boden verteilen oder Essen in ihre Wasserbecher werfen.


Der Nachmittag ist dann ziemlich gechillt. Die Vorschüler schlafen und die großen ruhen sich aus oder beschäftigen sich mit Ketten machen, Ball spielen oder sonst irgendwas. Meistens geselle ich mich dann einfach zu ihnen und spontan entstehen dann irgendwelche Spiele oder Gespräche. Die neuste Errungenschaft der Schule: die Gitarre ist wieder funktionstüchtig. So mache ich nach dem Essen mit den Schülern, die Lust haben Musik. Die Schüler trommeln und singen und ich begleite sie auf der Gitarre. Thomas brennt darauf selbst Gitarre spielen zu können.


Das ist der tägliche Wahnsinn in der Rainbow School und ich muss sagen, ich liebe ihn!

 

Der tägliche Wahnsinn an der Rainbow School

Autor: Alena | Datum: 09 April 2013, 19:24 | Kommentare deaktiviert

Der Alltag ist da! Wie ein Dieb kam er um die Ecke geschlichen und hat mich jetzt fest im Griff. Ein typischer Tagesablauf an der Rainbow School sieht für mich ungefähr so aus:

Das Schulauto kommt an und die Schüler stürmen heraus. Begrüßung der Lehrer, Tasche wegbringen und dann ist eine kurze Andacht angesagt. Ich bin doch immer wieder erstaunt, dass die Schüler es schaffen in den 15 Minuten leise zu sein und lieb und brav nebeneinander zu sitzen. Nach und nach schneien dann auch die Schüler rein, die zu Fuß zur Schule kommen und danach geht es los. Aber halt, vorher wird noch in Reih´ und Glied die Nationalhymne Tansanias gesungen. Dann geht es in den Jambo-oRom zur Morgenrunde. Jedes Kind wird begrüßt, es wird zusammen gesungen und Datum, Monat, Jahr und Tag an dem Kalender auf den neusten Stand gebracht. Mein regelmäßiger Ohrwurm nach der Morgenrunde: „Good morning, good morning, good morning to you, good morning dear .... and how do you do?“ Die erste Unterrichtseinheit verbringe ich in der Klasse 3b), wo neben rechnen und schreiben auch Schmuck herstellen, Kerzen gießen und schneidern auf dem Stundenplan stehen.


Nach ca. 1 ½ Stunden schlägt jemand die Glocke - Uji-Time!!! Uji ist eine Art Porige, den die Kinder morgens trinken. Das bedeutet für mich Milch schütten. Wir haben drei Kinder aus dem benachbarten Waisenhaus, die in die Vorschule gehen und jeden morgen Milch mitbringen. Leide ist die Milch so heiß, dass sie erst mal minutenlang von einer Tasse in die andere geschüttet werden muss. Das kann gar nicht schnell genug gehen, denn warten war wohl noch nie die Stärke von Kindern.

 

In der zweiten Unterrichtseinheit helfe ich den Lehrerinnen der Vorschulklasse. Das bedeutet 2 - 6 jährige Kinder zur Ruhe bringen und zur Aufmerksamkeit animieren, beim rechnen und schreiben helfen, fertige Aufgaben korrigieren, die Kleinsten, die noch keinen Stift in der Hand halten beschäftigen und manchmal auch richtig schöne Dinge machen, wie mit den größeren Kindern Memory spielen.